Donnerstag, 16. Januar 2014

"Hast Du langsam nicht genug?!"

Mit dieser Frage werde ich alljährlich mind. 4x belästigt.
Regelmäßig kurz vor meinem Geburtstag und kurz vor Weihnachten. 
Meine Mutter fragt mich das mit vor fassungslosem Schrecken  aufgerissenen Augen.
Mein Mann fragt mich das eigentlich nur noch rhetorisch. Eigentlich hat er sic bereits vor Jahre dammit abgefunden und sich gefügt.
Ihr fragt Euch, von was ich angeblich genug haben sollte?

Schmuck!


Und nein, natürlich habe ich nicht genug davon. Was für ein blödsinnige Frage!

Ohrringe, Ketten, Armreifen, Ringe, wunderboll! Ich liebe jedes einzelene Stück in meinem Beitz und wenn es nach mir geht, darf gerne noch viel mehr von allem dazu kommen. 


Seit ich denke kann, liebe ich alles was glitzert und funkelt und als Kind war es das allergrößte Vergnügen, stundenlang bei meiner Tante die Schmuckkästschen und Schatullen zu sortieren.


Meine ersten Ohrringe bekam ich mit 2 Jahren (damals war noch niemand auf die Idee gekommen, Ohrlöcher seien Körperverletzung) und spätestens seitdem bekenne ich  mich süchtig.

Ohrringe zu tragen ist für mich so selbstverständlich wie Socken anzuziehen. 
Allerdings könnte ich durchaus ohne Socken das Haus verlassen, aber niemals ohne Ohrringe. 
Ich käme auch nicht auf die Idee, tagelang das gleiche Paar Ohrringe zu tragen. Oder wer läuft schon freiwillig 6 Tage im gleichen Schlüppi herum? Das macht man einfach nicht.  

Über die Sinnhaftigkeit des Besitzes von schätzungsweise 65 Paar Ohrringen  (ich übernheme für diese Zahl keine Gewähr), kann man natürlich diskutieren. 

Braucht man so viele Ohrringe?

Nein, natürlich nicht. Aber was braucht man denn schon? Also so wirklich? 
So richtig ernsthaft braucht man nicht sehr viel im Leben. Der meiste Besitz ist Luxus und Verschwendung und die Freude am Besitz schöner Dinge. 

Zum Überleben sind Ohrringe nun nicht wirklich wichtig. Wobei, das richtige Modell könnte auf einer einsamen Insel sicherlich als Waffe und Werkzeug durchaus einen gewissen Nutzen haben... 
Die Gefahr, dass ich auf einer einsamen Insel mit einem Ohrring ein wildes Tier erlegen muss, erscheint mir derzeit allerdings auch relativ gering. 
Daher genieße ich es einfach, jeden Tag aus pure, Spaß am Leben ein Paar Ohrringe tragen zu können. Passend zum Pulli, passend zum Schal, passend zur Laune, passend wozu auch immer. 
Echter Schmuck oder Modeschmuck. Gold, Silber, Blech. Mir ist alles recht, Hauptsache es gefällt mir.
Schmuckstücke mit Bedeutung sind natürlich was Besonderes. Der erste Ring vom Freund, die Halskette aus dem Familienbesitz der Tante, das Erbstück von der Oma oder der Diamant zum Uni-Abschluss. Jedes Teil hat seine eigene Geschichte und die damit verbundene Erinnerung bleibt für immer.
Der höchste Genuss besteht für mich allerdings darin, alles passend zu tragen; passend zueinander, passend zu meiner Kleidung. Aber es darf auch nicht zu viel werden.

 
Trage ich Ohrstecker, Kette und Ring, würde ich z.B. kein Armband mehr tragen.
Derzeit stehe ich z.B. total auf den Mix von Gold und Silber. So trage ich den Citrin-Anhänger in der Silberfassung momentan an einer Goldkette. Das Funkeln der Materialien finde ich unheimlich spannend. 

Wie beantwortet Ihr die Frage : kann man jemals genug Schmuck haben?


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