Donnerstag, 16. Juli 2015

Nicht nur Mama, sondern auch....





...ja, was denn eigentlich?



In letzter Zeit lese ich in Internetforen auffällig oft Aussagen wie "Ich bin doch nicht nur Mutter, sondern auch noch Frau!". Oder "Nur weil ich ein Kind habe, verändere ich doch nicht mein ganzes Leben!".

Das brachte mich zum Nachdenken. Über mich selbst.

Was heißt es denn, nicht nur Mutter sondern auch Frau zu sein?
Wäre man keine Frau, wäre man keine Mutter.

Gibt man das Frausein auf, wenn man ein Kind bekommt? Schließt das Muttersein das Frausein aus??




Frausein bedeutet für viele, Zeit ohne Kind/ Kinder zu verbringen. Sich mit Freundinnen zu treffen, auszugehen, zu feiern, sich hübsch zu machen, Paarzeit zu haben.
Alles ohne Kind.

Also sind Frausein und Muttersein wohl nur gertrennt voneinander zu leben?

Mich irritiert das.

Die Geburt meines Sohnes hat mich natürlich verändert. Seine Geburt hat mein ganzes Leben umgekrempelt. Grundlegend.
Aber ich habe mir das ausgesucht. Ich wollte es so und ich genieße es.


Und ich hatte keinen Tag in diesen letzten 16 Monaten das Gefühl, keine Frau zu sein. Der Gedanke wäre mir tatsächlich niemals gekommen; morgens wach werden und denken `hach, heute fühle ich mich so gar nicht nach Frau´.....??? Was gibt es denn weiblicheres, als ein Kind bekommen zu haben?

Doch, ein Kind verändert ein Leben. Wenn man sich darauf einlässt. Ist es eine Frage des Alters? Denkt man mit Anfang 20 anders darüber wie mit Anfang 30? Vielleicht. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, durch mein Kind irgendwas zu vermissen. Ich habe nicht das Bedürfnis, etwas ohne mein Kind unternehmen zu wollen.
Ich kann mich auch mit Kind hübsch anziehen - nur weil man Mutter ist, rennt man doch nicht täglich im verdreckten Schlabberoutfit rum (obwohl es natürlich auch solche Tage gibt).
Ich schminke mich dezent, auch wenn ich "nur" mit meinem Kind zum Spielplatz gehe, zum Einkaufen in den Supermarkt fahre oder die Großeltern besuche oder einfach nur daheim bin. Warum denn auch nicht?



Frausein ist aber vor allem ein Gefühl, das sich nicht an Äußerlichkeiten festhält.







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